Wahlunterricht, bzw. AK „Theater“

Der Wahlunterricht „Theater" - hier auch AK Theater genannt -  richtet sich an Schüler und Schülerinnen der Unter- und Mittelstufe, auch wenn sie noch keine Bühnenerfahrung haben. Am Ende des Schuljahres wollen wir ein mit den Schülern einstudiertes Bühnenstück aufführen, welches, werden wir mit den Schülern entscheiden. Neben der eigentlichen Probenarbeit stehen noch Sprech- und Bewegungsübungen auf der Tagesordnung unseres Kurses.

Beim Wahlunterricht „Theater“ lernen die Schüler mehr als nur Theaterspielen; ohne Beharrlichkeit und Kooperationsfähigkeit ist keine Bühneninszenierung möglich, und natürlich stärkt ein Auftritt vor Publikum enorm das Selbstbewusstsein. Vor allem aber macht Theaterspielen großen Spaß.

 

Schuljahr 2020/21

Mit viel Hoffnung auf schöne „normale“ Theaterstunden mit Anfassen,  Anbrüllen und Einswerden in einer gemeinsamen Theateraufführung startete der AK Theater im Herbst. Zunächst konnten wir tatsächlich in vielen Improvisationsübungen ausprobieren, welche Themen wir gerne auf der Bühne darstellen und welche Figuren wir gerne spielen.

Dann wurde es im wahrsten Sinne des Wortes „ernst“, denn die Schüler waren an Helden interessiert, die Unrecht besiegen oder Unterdrückung aufdecken wollten. Wie schaut so eine Unterdrückung aus und was sind das für Menschen, die Unterdrückung – also Diktatur – zulassen und es als Nährboden für ihre eigene Selbstverwirklichung einsetzen?

Herausgekommen ist ein kaltherziges Herrscherpaar: der allmächtige Ottokar und die großartige Theodora, die auf Kosten von zahlreichen Menschenleben und Manipulation ihrer sogenannten Tochter an ihrem ewigen Leben basteln. Dunkle Magie, die die Zeit anhalten und zurückdrehen kann, hilft ihnen dabei – und wird ihnen dann aber zum Verhängnis. Denn überall – selbst in schüchternen Schülerseelen – keimt zaghafter, aber hoffnungsvoller Widerstand. Die Schüler werden von heimlich operierenden Rebellen unterstützt, die schon lange davon träumen, eine friedliche Revolution herbeizuführen. Nur gemeinsam kann so ein Umsturz gelingen – mit Gleichgesinnten oder besser noch mit Freunden. „Was sind Freunde? Wie fängt man sie?“, fragt die Prinzessin, die in ihrem materiell verwöhntem Kokon echte Zuneigung noch nie erlebt hat. Doch nun erfährt sie sogar, was es bedeutet, eine Schwester zu haben, und  beteiligt sich mit ihr am Sturz der Tyrannen. Wie friedlich diese Revolution allerdings ablaufen und ob sie überhaupt die Diktatur beenden kann, enthüllt der spannende Schluss unseres Theaterstückes.

Gerne hätten wir die Geschichte dieses egoistischen Herrscherpaares, der einsamen Prinzessin, der geknechtete Dienerschaft, hinterhältigen Mitläufern, mutigen Schwestern und geheimen Rebellen einem vollbesetztem Publikum auf der Bühne präsentiert – doch ab November waren keine klassenübergreifenden Treffen mehr möglich, so dass wir nur noch online unsere Dialoge üben konnten und uns nun für eine Hörspielversion unseres Stückes entschieden haben. Wenigstens konnten wir – coronaregelnkonform – Szenen aus unserem Stück in einem Fotoshooting nachstellen. Diese zwei Nachmittage im Kostüm rochen wenigstens schon mal wieder nach guter alter Theaterluft und wie die Kleidermotten, die verwirrt aus den alten Kostümen heraus schwirrten, wärmten und erfreuten wir uns am Scheinwerferlicht.

Hier auf der Schul-Homepage wird „Im Palast auf Lebenszeit“ spätestens im September zu hören sein und beim Zuhören hoffentlich ebenso viel Spannung und Freude verbreiten, wie wir beim Produzieren hatten!

Angelika Machac

 

 

 

Schuljahr 2019/20: 


Zwei Aliens warten vor der Tür des Mehrzweckraums. Sie treten ein und… sind mit ihrer Zeitmaschine vor Kleopatras Thron geraten! Nur knapp können sie dem Tod entgehen, indem sie ihre Ikea-Lampe erneut… halt oder doch lieber eine Kaffeemaschine als Zeitmaschine? Und: können es nicht lieber Raubritter statt Aliens sein??

Die verrücktesten Ideen schwirrten den Schauspielern des AK-Theater zu Beginn des Schuljahres durch den Kopf und alle wurden brav in Improvisationen ausprobiert und wieder verworfen, bis sich dann herauskristallisierte, dass alle Mitspieler die Freude am Gruseln und Spuken und die Lust an mörderischen Geheimnissen verband – nur zuu blutig sollte es dann auch nicht sein!

Auch dass so unterschiedliche Menschen zusammenfinden können, wie es im AK-Theater geschah, und schließlich gemeinsam ihre Ängste besiegen, sollte unsere Geschichte bestimmen. Denn neben dem gemeinsamen Aufenthalt in einem Spukhaus und Bekanntschaft mit skurrilen Geistern ging es auch darum, das Geistermädchen Evy von ihrem traurigen Schicksal als Mobbingopfer zu erlösen und von ihren Peinigern mutig Rechenschaft über ihre Taten zu fordern.

Jeder Spieler hatte sich dazu zwei Charaktere ausgedacht: einen möglichst originellen Jugendlichen und einen Geist mit dunkler Vergangenheit.

Die Proben waren schon in vollem Gange – da ereilte uns der Shutdown. Aber dank „google-meet“ probten wir im Internet-Untergrund weiter: Wenn wir schon nicht mehr zusammen Theater spielen dürfen, so soll doch wenigstens aus unserem Stück ein Hörspiel entstehen! Denn wie sagt unser Geistermädchen Evy: „Helft mir und gebt meinem Schicksal eine Stimme!“

Herausgekommen ist das spannende Hörspiel "Wer spukt in Oma Rosenbaums Haus?", das von Freundschaft, Ausgrenzung und frechem Geisterspuk handelt. 

Ein Ausschnitt davon war bis  Ende 2020 hier auf der Homepage zu hören.

 

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