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König Ludwig II

 

Am Mittwoch, dem 05.10.2011, besuchten wir an unserem Wandertag die Landesausstellung über Ludwig II., den bayerischen Märchenkönig. Zunächst fuhren wir mit dem Bus nach Prien. Von dort aus ging es dann per Schiff weiter; es war lustig und die Möwen begleiteten uns. Als wir auf der Herreninsel ankamen, machten wir uns auf zum Schloss Herrenchiemsee. Am Rand des Weges sah man Figuren, von Königen, Prinzen und Prinzessinnen, welche sehr schön bunt waren und lustig wirkten. Am Schloss angekommen, packten wir unsere mitgebrachte Brotzeit aus.

Nachdem wir unsere Pause beendet hatten, schlenderten wir in das Schloss Ludwigs II. Obwohl es viele von uns einmal besichtigt hatten, ist es doch immer wieder erstaunlich, wie prunkvoll und prächtig das Schloss ist! Wir wurden unter anderem in die Schlafgemächer Ludwigs, in den größten aller Säle, den Spiegelsaal, und in das komfortable Esszimmer mit dem bekanntem Tischlein-deck-dich geführt. Zum Schluss der Schlussführung gab´s noch eine Schätzfrage: Wie viel Gramm Gold hatte Ludwig bei dem Bau des Schlosses verwendet?

Nach der spannenden Schlossführung gingen wir voller Elan in die Ausstellung. Es ging in Ludwigs Kindheit los. Der junge Prinz, aus dem Geschlecht der Wittelsbacher, sollte einmal ein großer König werden. Aber zunächst ist er noch ein unschuldiges Kind, mit einem straffen Schulplan, den wir uns gar nicht mehr vorstellen können. Im jugendlichen Alter plant der angehende König eine Verlobung mit Prinzessin Elizabeth von Österreich, diese aber scheitert. Erschwerend kommt noch der Tod des Vaters von Ludwig hinzu. Schwere Schicksalsschläge für den jungen König. Zwei verlorene Kriege lassen Ludwig noch tiefer sinken. Und plötzlich aus dem Dunkeln heraus, überfällt ihn ein großer Bauwahn. Er konstruiert geniale Kunstwerke, manchen ein Beleg für Wahnsinn Außerdem verehrt Ludwig nach einiger Zeit den Künstler Richard Wagner. Schulden häufen sich an. Da half die Regierung Ludwig unter der Bedingung, dass er schwören solle, nie mehr zu bauen. Der König schwor, wurde aber bald in eine Klinik gebracht, wo er psychisch behandelt wurde. Doch während seiner Haft am Starnberger See verstarb der Baumeister auf mysteriöse Weise. Wie? Dies  weiß man noch heute  nicht. Eine grandiose Ausstellung, bei der man ein völlig  anderes Bild von Ludwig II. bekommt. Man konnte richtig mitfiebern.

Nach diesem Einblick in die Welt von Bayerns wohl  bekanntestem König verließen wir das Schloss. Zur Anlegestelle zurückgekehrt, machten wir uns mit dem Schiff wieder auf den Weg zurück zum Festland. Obwohl unsere Beine ziemlich erschöpft waren, hat uns der Ausflug wirklich sehr gut gefallen!

(Marie Fitsch, Celina Müller, Sonja Pappenberger; 7f)