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Schüleraustausch mit Dijon 2018/19

Am 6. Dezember kamen in Raubling, pünktlich für den Nikolaus, 29 Franzosen aus Dijon an, die eine Woche bei uns, den Schülern der Klasse 9a und 9c wohnen würden. Nach dreieinhalb Jahren Französisch Lernen war das für viele der erste Kontakt mit Menschen des Typus Franzosen. Nicht wenige hatten Angst vor der für sie gefühlt unmöglichen Kommunikation und den fremden Menschen, die jetzt das heimische Sofa blockieren würden. Aber es sollten doch für alle schöne Tage werden, an denen der Fernseher auch gut mal aus bleiben konnte. Als unsere Austauschpartner es sich eine Woche später am Freitag wieder im Bus für die lange Fahrt nach Hause gemütlich machten, waren die Meisten von uns voller Vorfreude auf unsere Zeit in unserer Gastfamilie in Dijon. Zitternd standen wir im Halbdunklen und winkten mit gefrorenen Armen dem kleiner werdenden Bus hinterher.

Am 4. April um 7:00 Uhr in aller Herrgottsfrüh hieß es dann für uns Deutsche  Abschied von unseren Familien zu nehmen und uns - entgegen unserem Wunsch -  in den Bus anstatt ins gemütliche Bett zu bewegen. Doch am Schluss der langen Anfahrt wurden die meisten sehr nervös und wünschten sich das Bett nur noch, um sich die Bettdecke über den Kopf zu ziehen. Dijon empfing uns mit sehr kalt-nassem Wetter, das uns leider erhalten blieb und mit dem viele wohl nicht gerechnet hatten. So löste sich die Menge bald auf und beeilte sich nach Hause zu kommen.

Bereits am nächsten Tag hatten wir uns auf dem geführten Stadtrundgang durch Dijon viel zu erzählen. Danach wurden wir von einem Dijoner Stadtrat als „Botschafter europäischer Beziehungen und Freundschaften“ bei Käsebällchen und Orangensaft mit einer Rede begrüßt. Gleich danach gingen wir mit unseren Austauschpartnern Mittagessen. Obwohl wir davon richtig satt waren, gab es kurze Zeit später wieder etwas zu essen: im Anschluss an eine Führung durch das Museum der traditionellen Lebkuchenmanufaktur „Mulot et Petitjean“ durften wir verschiedene typisch Dijoner Lebkuchensorten probieren.

Dann wartete das Wochenende auf uns, das wir mit den Familien verbringen würden. Beliebte Ziele waren ein Park, das Kino, die Trampolinhalle und die Lasertagarena. Viele unternahmen diese Ausflüge mit Klassenkameraden, mit denen sie sonst nicht so viel zu tun hatten, was an sich schon eine interessante Erfahrung war.

Am Montag ging es, wie für die in Deutschland Gebliebenen, erst einmal zur Schule. In der Mittagspause machten wir die nahegelegene Innenstadt unsicher und fanden uns dann noch für einen Besuch im Museum über das Leben in Burgund zusammen. Das Museum bot aber leider nur wenig Aufschluss über den Alltag, sondern berichtete zu großen Teilen von Frankreichs Problemen im ersten Weltkrieg.

Dienstag war wohl der Tag, auf den sich viele gefreut hatten. Auf dem Programm standen heute neben dem Hospices de Beaune, einem alten privaten Krankenhaus, und einem Weinmuseum auch ein Senfmuseum, natürlich mit Verkostung. Aber hier wurde nicht nur normaler Dijonsenf angeboten, es fand sich Lebkuchensenf, Biersenf, Trüffelsenf und vieles mehr. Kaum einer verließ den Museumsshop mit leeren Taschen.

Am Mittwoch gingen wir mit den Franzosen Bowlen und typisch Französisch (?) in einem amerikanischen Burgerladen essen. Die Mehrheit blieb noch auf dem Gelände, um Lasertag zu spielen, wo wir den Franzosen aber leider unterlagen.

Am letzten Tag unserer Reise besuchten wir eine Käserei, die wir aber wegen des starken Geruchs auch wieder gern verließen, allerdings nicht ohne sämtliche Käse zu probieren und zu kaufen. Wir besuchten ein riesiges Einkaufszentrum, wo, falls überhaupt noch vorhanden, das letzte Geld verbraucht wurde. Zum Abschluss fand am Abend noch ein Abschiedsfest mit reichhaltigem Buffett statt, an dem wir uns schon mal an den Gedanken des Heimfahrens gewöhnten.

Freitag musste dann „Au revoir“ gesagt werden. Nicht nur die sehr nahe am Wasser Gebauten unter uns vergossen jetzt einige Tränen. Unsere Franzosen waren uns ans Herz gewachsen!

Sonja Bergbauer, Eva Zebhauser, Julia Kau, Lisa Knoff

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schüleraustausch Marseille 2018

Donnerstag (15.3.)

Nur der frühe Vogel fängt den Wurm, deshalb mussten wir auch schon um 5:30 Uhr  im Bus sitzen. Aber das war gar nicht so schlimm, weil die Busfahrt allein die Reise schon wert war. Manche haben geschlafen, andere haben gezockt, wieder andere haben gelesen. Bei den Pausen an den Tankstellen haben alle immer die Raststätten gründlich inspiziert, aber keiner hat etwas gekauft. Am Abend waren alle glücklich, endlich in Marseille und bei ihren Austauschpartnern zu sein.

Freitag (16.3.)

Heute haben uns Frau Bergmann und Frau Kuntze-Gehring die ganze Stadt gezeigt. Von der Kirche „Notre-Dame de la Garde“ bis zum „Vieux-Port“ war alles dabei. Wir durften sogar „Navettes“ (kleines Brot in Form von Schiffchen) probieren (sie schmeckten nach Seife). Am Ende sind wir noch im „Mucem“ gewesen. Das ist ein Museum mit ständig wechselnden Ausstellungen, in dem es auch ein Café gibt. Am Ende sind wir zurück zur Schule gelaufen, obwohl uns allen schon die Füße weh taten.

Wochenende (17.-18.3.)

Die Gestaltung des Wochenendes lag in den Händen der französischen Familien, also hat auch jeder etwas anderes unternommen. Mit dabei waren Ausflüge in Städte wie z.B. Saintes-Maries-de-la-Mer und mehrere Partys.

Montag (19.3.)

Am Montag waren wir in den Calanques, sie ähneln den Fjorden in Norwegen, bloß südlicher. Wir mussten eine halbe Stunde durch den Wald und den Berg hinunterlaufen, um überhaupt da zu sein. Aber es hat sich gelohnt: unten schien die Sonne und es war richtig warm.  Wir sind ungefähr 2 Stunden am Strand geblieben, aber nur ein paar Leute sind baden gegangen, da das Wasser noch richtig kalt war. Wir sind den gleichen Weg wieder zurückgewandert und anschließend nach Hause gefahren.

Dienstag (20.3.)

Heute fuhren wir mit dem Boot auf die Inseln. Der Bootsfahrer sowie Wind und Seegang haben keine Rücksicht auf die Passagiere auf dem oberen Deck genommen, und so sind wir alle „ein wenig“ nass geworden (zumindest die, die oben und draußen saßen).  Die Inseln waren schön und wir hatten wieder Glück mit dem Wetter. Wir haben uns den ganzen Tag die Inseln angeschaut und sind dann mit dem gleichen Boot zurückgefahren. Auf das Château d'If konnten wir aber leider nicht gehen, wie Frau Kuntze-Gehring schmerzlich erfahren musste (sie war schon einmal in Marseille, konnte aber noch nie das Schloss besichtigen).

Mittwoch (21.3.)

Heute hatten wir den gemeinsamen Ausflug mit unseren Austauschpartnern. Wir sind auf eine Stierfarm gefahren. Dort haben die Besitzer uns gezeigt, wie sie die Stiere großziehen und uns anschließend auf einem Anhänger den ganzen Hof gezeigt. Sie haben sogar noch einen Stier in eine Arena gebracht und wir konnten reinspringen und sozusagen einen Stierkampf haben. Danach sind wir noch nach Aigues-Mortes gefahren, das wir uns individuell anschauen durften.

Donnerstag (22.3.)

An unserem letzten Tag sind wir nach Aix-en-Provence gefahren, welches weiter im Landesinneren gelegen und kleiner als Marseille ist. Donnerstags ist da Markt, und die ganze Innenstadt war voller Marktstände. Wir hatten den ganzen Tag frei, um die Stadt anzuschauen, so dass jeder den Tag individuell gestalten konnte.

Freitag (23.3.)

Während der Rückfahrt wollten alle am liebsten gleich wieder umdrehen und nach Marseille zurückfahren. Unser einziger Trost war, dass nach unserer Rückkehr die Osterferien begannen und wir nicht gleich wieder in die Schule mussten.

Wir können abschließend bloß sagen, dass der Austausch ein super Erlebnis war und wahrscheinlich jeder, der dabei war, wieder daran teilnehmen würde. 10 out of 10, would do again

Nico Kirchmeier, Sebastian Späth (9a)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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