Zusammenfassung der Ergebnisse der Befragung der Schulgemeinschaft im Februar 2010:

 

1. Prioritäten

Neben der Qualität des Unterrichts als oberster Priorität zeichnen sich folgende Prioritäten der Schulgemeinschaft ab.

  1. Angenehme Atmosphäre in der Schule, Gemeinschaftssinn, Feiern
  2. Programm „Fit fürs Leben“ (Tabak, Drogen- und Alkoholprävention, Sexualerziehung, Medienerziehung, Lernen lernen, Stressmanagement, Ernährung)
  3. Berufsberatung, Vorbereitung auf Studium und Berufsleben, Betriebspraktika, Zusammenarbeit mit der lokalen Wirtschaft
  4. Schulfahrten, Exkursionen, Skiwochen
  5. Schülerzentrierter Unterricht, IT-Einsatz, Projektarbeit, Gruppen- und Partnerarbeit
  6. Individuelle Förderung von schwächeren Schülern

 

 

2. Arbeits- und Verbesserungsbereiche

Hier sind den Antworten entsprechend Wünsche und Anregungen von Eltern und Schülern aufgezählt, die zunächst ohne Berücksichtigung effektiver Umsetzungschancen genannt werden. 
Beispiel: Die in Punkt 6 genannten „Fünf-Minuten-Pausen“ führen zu einer Verlängerung des Schultages um 15-20 Minuten. Dies hat jedoch Konsequenzen für den Schulbus-Verkehr, da unsere Schule in einem Verbund steht mit der RS Brannenburg, dem Förderzentrum in Brannenburg und dem M-Zweig der Michael-Ende-Schule. Zugleich müssen die Busse in einen allgemeinen Busfahrplan integriert werden, da es sich nicht um reine Schulbusse handelt. Entsprechendes gilt für die Bahnverbindungen.

  1. Breiteres Angebot im Bereich Sport, mehr Schulmannschaften
  2. Rhythmisierung des Schultages, d.h. bessere Abwechslung von kognitivem (z.B. Deutsch, Mathe) und künstlerisch-motorischem (z.B. Kunst, Sport) Unterricht
  3. Erarbeitung neuer Konzepte zum Umgang mit Disziplinstörungen (z. B. Trainingsraummethode: Schüler, die den Unterricht massiv stören, werden in einen beaufsichtigten „Trainingsraum“ geschickt und arbeiten dort.))
  4. Ausarbeitung eines pädagogischen Konsenses (Werte und Regeln, die für alle gültig sind und von allen eingehalten bzw. eingefordert werden)
  5. Stärkere Würdigung nicht-akademischer Leistungen (Sozialverhalten, Engagement für die Schule, Zivilcourage, etc.) z.B. in einer Zeremonie am Ende des Schuljahres
  6. Einführung von fünfminütigen Pausen nach jeder Unterrichtsstunde
  7. Übergang zum Fachraumprinzip (Lehrer haben einen festen Raum, Schüler kommen zum Lehrer)

 

 

3. Stärken und Schwächen

Das Gesamtergebnis ist beeindruckend gut. Das gilt gleichermaßen für alle drei befragten Gruppen, Schüler, Lehrer und Eltern.

Die Schulgemeinschaft kann stolz sein auf die von allen Beteiligten ausgedrückte positive Beurteilung. Sie bestätigt im Besonderen die von Seiten der Lehrer und der Schulleitung im Alltag geleistete Arbeit.

Das Ergebnis liefert aber auch eine Reihe von klaren Indikatoren für Verbesserungs-möglichkeiten. Hier seien einige exemplarisch aufgeführt:

  1. Die Schüler verhalten sich respektvoll untereinander: Ein Drittel der Schüler stimmt nicht zu, 10% der Lehrer teilen diese Einschätzung.
  2. Die Lehrer sind fair im Umgang mit den Schülern: 63% der Schüler stimmen zu.
  3. In der Schule wird Wert darauf gelegt, dass die Gesprächsregeln eingehalten werden: Hier ergibt sich eine Diskrepanz zwischen Lehrer- und Schülerwahrnehmung. 60% der Schüler und 90% der Lehrer stimmen der Aussage zu.
  4. Aus den Angaben hinsichtlich der Lehrerreaktionen auf Unterrichtsstörung lässt sich 
    die Aussage ableiten, dass 40% der Schüler ein stärkeres Durchgreifen wünschen.
  5. Rund die Hälfte der Schüler gibt an, Angst vor schulischen Misserfolgen zu haben.
  6. Der Wunsch nach bzw. die Erfordernis umfangreicherer Projektarbeit ist sowohl bei Lehrern wie auch bei Schülern klar ersichtlich.
  7. Mehr als ein Drittel aller Schüler glaubt in der Schule keinen Ansprechpartner zu finden, der sich bei Problemen um sie kümmert.
  8. Über die Häfte der Schüler fühlt sich über die Vorgänge in der Schule ausreichend informiert, mehr als die Hälfte will sich aber nicht aktiv in die SMV-Arbeit einbringen. Zufriedenheit über die Kommunikation mit der Schule äußern über 60% der Eltern.
  9. Am häufigsten benötigen die Schüler ihrer eigenen Einschätzung nach Unterstützung im Fach Mathematik (rund ein Drittel), dann in den romanischen Sprachen (ein Viertel) und schließlich in Englisch (ein Fünftel) – siehe dazu auch Punkt (5).
  10. Die Bereitschaft, sich bei Problemen mit Mitschülern an die Streitschlichter zu wenden, ist in der Kernzielgruppe (5. Klassen) erfreulich hoch (ca. 60%). In den höheren Jahrgangsstufen nimmt sie erwartungsgemäß ab, insbesondere in der 7. Jahrgangsstufe besteht allerdings Verbesserungsbedarf.